Tele-Townhalls im Fokus und Patrick Egan im Expertenschnack

Wieso Tele-Townhall-Meetings ein wichtiges Instrument im US-Wahlkampf sind, erklärt Patrick Egan im Expertenschnack. Außerdem: Wie sich Rick Santorum versucht, gegen Romneys „negative ads“ zu wehren und wie aus dem Washington Outsider ein Insider wurde.

Die Links zur Politsnack-Folge 10 und weitere Informationen gibt es hier.Tele-Townhalls gehören seit einigen Jahren zum Wahlkampf in den USA dazu. Romney, Santorum, Gingrich und Co. setzen auf die Mischung aus Telefonkonferenz und Radio-Talk-Show. Der Vorteil: Ungefiltert, unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung können zehntausende Bürger dialogisch erreicht werden. Auch in Europa werden sie mehr und mehr eingesetzt.

Rick Santorum macht Mitt Romney ordentlich Druck. Nach seinen Siegen in Colorado, Minnesota und Missouri liegt er jetzt auch in vielen nationalen Umfragen vorn. Romney mit Unterstützung der ihm nahestehenden SuperPAC wird das versuchen, was ihm bereits mit Newt Gingrich in Florida gelungen ist: Mit viel Geld und Fernsehwerbung Santorum negativ definieren.

Romney selbst versucht indes, eher positiv in seinem Heimatstaat Michigan zu punkten – natürlich mit der angemessenen Portion Attacke gegen Obama (hier zum Video).

Warum Santorum aber gar keine schlechte Figur macht, erklärt Sheryl Gay Stolberg. In einem sehr lesenswerten Porträt zeichnet sie Santorums Entwicklung nach – von einem Blockade-Politiker zu einem durchaus kompromiss­bereiten Senator.

Romney als einen Kandidaten darzustellen, der nur mit negative campaigning gewinnen kann, ist ein weiterer Schritt der Santorum-Kampagne, sich gegen die kommenden Angriffe zu isolieren: Romney + Rambo = Rombo (hier zum Video).

Spannend bleibt, ob Romneys Strategie aufgeht. Es macht den Eindruck, als wolle er die Vorwahlen vor allem im „Air War“ gewinnen. Nate Silver von der New York Times hat sich genauer angeschaut, wie Romneys Kampagnen vor Ort aufgestellt sind. In Michigan hat Romney beispielsweise nur ein Wahlkampfbüro. Gerade das fehlende „Ground Game“ scheint ein Nachteil für Romney – vor allem in Caucus-Staaten.

Romneys Familienhund, Seamus, durfte vor über 20 Jahren nicht im Auto mitfahren, sondern nur auf dem Autodach. Die Geschichte holt Romney immer wieder ein – diesmal aus dem fernen Asien (hier zum Video).

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