Obama ist zurück

Präsident Obama entscheidet die zweite Debatte für sich, doch es zeichnet sich ab, dass seine Außenpolitik zur Achillesferse werden könnte. Außerdem: Romney lacht unkontrolliert und Paul Ryan lässt sich als Gangster in der Muckibude ablichten (kein Fake!).

Alle Links zur Politsnack-Folge 34 und weitere Informationen gibt es hier.

Fahrig, unkonzentriert und matt. All diese Eigenschaften hatte Barack Obama bei der zweiten Debatte im Townhall-Stil hinter sich gelassen. Der Präsident war hellwach, präzise und angriffslustig (Die gesamte Debatte gibt’s hier).

Auch Romney hatte wieder einen guten Abend erwischt, war ähnlich schlagfertig, wie vor gut zwei Wochen. In den Umfragen unmittelbar nach der Debatte lag Obama knapp vor seinem Herausforderer.Bei CNN mit 46 zu 39 Prozent. Also: Punktsieg für Obama!

Beim Thema Steuern konnte Romney bei der ersten Debatte gegen Obama klar punkten. Diesmal hatte Obama sich ein paar gute Argumente und Antworten überlegt, um gegenzuhalten. Aber auch Romney hatte seine guten Momente. Immer wieder kam er darauf zurück, was Obama nicht geschafft hat und wie schlecht dessen Bilanz sei.

Einen Vorgeschmack auf die nächste und letzte Debatte zum Thema Außenpolitik gab’s auch schon bei deiner toughen Frage nach der Reaktion der Obama-Administration auf den Angriff auf das US-Konsulat in Lybien. Daraufhin begann eine Diskussion, die uns sicherlich noch die nächsten Tage beschäftigen wird: Wann hat Obama gewusst, dass es der Angriff auf das lybische US-Konsulat keine spontane Aktion war, sondern ein geplanter, terroristischer Akt?

Wie das Ganze ausgeht, werden wir sehen. Könnte aber sein, dass es Obama erneut in die Defensive bringen wird. Also genau schauen, wie sich Fragen zu Syrien und Lybien entwickeln werden!

Take-Aways der Woche

Erstens: Anküpfend an die Debatte um die Außenpolitik: Vizepräsident Joe Biden hat den Republikanern in der Debatte am Donnerstag empfindliche Munition geliefert. Man habe nicht gewusst, dass saudische Waffen in die Hände extremistischer Gruppen in Syrien gelangen – das stimmt so nicht und wird ihm jetzt als Lüge ausgelegt. Für uns Potential, um in die Defensive zu kommen.

Zweitens: Mitt Romney und Barack Obama haben im September enorme Spendensummen eingenommen und übertreffen damit die Vormonate bei Weitem: Romney sammelte 170, Obama 181 Millionen Dollar. Damit liegen sie knapp unter der Rekordmarke von 193 Millionen, die Obama im September 2008 von Spendern bekam.

Drittens: Die Kollegen von den Campaign Watchers haben den YouTube-Wahlkampf der beiden Lager in einem sehr lesenswerten Beitrag ausgewertet. Heraus kam: Obama veröffentlicht mit Abstand die meisten Videos und fährt damit absolut die meisten Attacken gegen Mitt Romney. Relativ gesehen allerdings ist das republikanische Lager in Sachen Negative Campaigning vorn: nur jeder fünfte republikanische Spot war kein Angriff gegen Obama.

Empfehlung der Woche

Wir empfehlen diese Woche dringend: Donnerstagabend die Daily Show gucken! Da ist Obama bei Jon Stewart! Wer’s verpasst, sollte es sich die besten Momente online anschauen.

Außerdem empfehlen wir mal wieder ein ordentliches Work-Out! Also, Pobacken zusammenkneifen, rotes Käppi auf und los geht’s mit dem Paul Ryan Fitnessplan …

Einer muss noch sein …

Alle sagen Romney sei ein kalter Finanzhai, dabei ist er doch so ein Spaßvogel …

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