Mit der „Brokered Convention“ und Micro Donating im Fokus

Die Vorwahl in Michigan naht, Mitt Romney steht das Wasser bis zum Hals und in der GOP wird gemunkelt: Gibt es womöglich eine ungeahnte Überraschung, wenn die Republikaner im August ihren Kandidaten bestimmen? Außerdem: Die feinen Methoden des Mikro-Donating, Romney schreibt ein Gewinnspiel aus und Obama singt Karaoke.

Alle Links zur Politsnack-Folge 11 und weitere Informationen gibt es hier.Die GOP hat ihren Kandidaten noch nicht gefunden. Auch der vermeintliche Front-Runner, Mitt Romney, schafft es nicht, sich klar von seinen Konkurrenten abzusetzen. Deswegen geht seit einigen Wochen das Gespenst einer „brokered convention“ um. Bereits beim Vorwahlkampf zwischen Barack Obama und Hillary Clinton 2008 gab es solche Befürchtungen auf demokratischer Seite. Das Ergebnis damals zeigt, dass ein langer Vorwahlkampf kein Nachteil sein muss. Anders war es 1976 beim langen Kampf zwischen Präsident Gerald Ford und Ronald Reagan. Damals setzte sich Ford knapp durch und verlor in der Hauptwahl gegen Jimmy Carter.

Klar ist jedoch, dass Mitt Romney solche Diskussionen nicht gebrauchen kann. Die Erwartungen an ihn sind vor der Wahl in Michigan (Romneys Geburtsstaat; sein Vater war dort Gouverneur) besonders hoch. Aber es wird wohl knapp. Noch nicht ganz aus der Deckung meinen sogar Senatoren, dass Romney nach einer Niederlage in Michigan seine Kandidatur zurückziehen sollte.

Fast immer dabei sind die Gouverneure von Indiana und New Jersey: Mitch Daniels und Chris Christie.

Die Wähler halten jedoch nur wenig von solchen politischen Spielchen und wollen, dass ihre Stimme in den Vorwahlen den Kandidaten bestimmt und nicht ein Parteitag. Sarah Palin sieht das allerdings wenig überraschend anders.

Es geht immer ums Geld – noch mehr in diesem Wahljahr. Romney liegt hier bei den Republikanern eindeutig vorn – bei den Einnahmen und Ausgaben (allein im Januar waren es 20 Mio. Dollar). Aber: Es zeigt sich, dass er vor allem durch „Großspendern“ unterstützt worden ist. Jetzt sollen’s nach dem Beispiel von Barack Obama die Kleinstspender richten. Das nennt man dann Micro Donating.

TechPresident hat mal geschaut, warum auch die kleinste Spende so wichtig ist. Das Ergebnis: Es ist alles reine Psychologie. So macht die erste Spende, egal wie klein sie ist, Neuspender zu Stakeholdern und schafft eine erste Bindung zur Kampagne. Damit werden die Weichen für eine längerfristige Grassroots-Organisation geschaffen. Die Spende hat also den „kleinen“ Nebeneffekt der Wählerbindung.

Nicht gleich was für die Grammys, aber trotzdem immer wieder unterhaltsam: Obama gets sings the Blues.

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