Aufnahme in BlogRoll
Hallo,
habe politsnack in meine BlogRoll aufgenommen.
http://www.politiksprech.wordpress.com
Interessante Beiträge zur politischen Kommunikation verlinke ich doch gern! :-)
Grüße
Oliver Schmitz-Kramer
Kontroverse um “Same-Sex-Marriage”
Obamas Bekenntnis zur gleichgeschlechtlichen Ehe hat in den USA zu Kontroversen geführt. Dazu ein paar zentrale Punkte (gefunden auf uspolitik.info)
In der Debatte um gleichgeschlechtliche Ehen war es eher ruhig gewesen, bis sich Vize-Präsident Joe Biden am Wochenende zu Wort meldete und damit seinen Chef in Zugzwang brachte. Präsident Obama sprach sich nun mit einem Paukenschlag für „Same-Sex-Marriages“ aus. Hinter den Kulissen ist man laut Politico eher säuerlich auf Bidens Aussagen zu sprechen, hatte Obama doch wahrscheinlich vor, das Thema erst nach den Wahlen anzugehen. Andererseits wäre Romneys Position zu dem Thema nun genau entgegengesetzt zu der des Präsidenten - zur Freude der beiden Parteibasen. Analysten gehen daher davon aus, dass die Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe den Wahlkampf prägen wird. Obama hat seit Mittwoch bereits mehrere Millionen Dollar an Spenden einnehmen können. Die Republikanische Spitze bleibt aber zumindest zunächst beim Thema Wirtschaft.
Die USA Today sieht in Obamas Meinungsumschwung eine Widerspiegelung der sich langfristig herausbildenden gesellschaftlichen Tendenzen. Die Associated Press wiederum sieht Obamas Erklärung als eine “dramatische Kehrtwende,” die zeige dass die Hoffnungen der Demokraten vermehrt bei den jüngeren, städtischen Wählern mit einer College-Ausbildung liegen.
Dennoch will [Romney] das Thema selber nicht an die große Glocke hängen. Larry Sabato, der Direktor des Center for Politics an der University of Virginia, erklärt in der USA Today warum:”Die Republikaner würden aus gutem Grund bei diesem Thema leise treten. Sie müssen die Aufmerksamkeit auf der Wirtschaft belassen - alle andere Fragen lenken nur von dem Thema ab, mit dem sie glauben gegen Obama gewinnen zu können.”
Quelle: uspolitik.info
Electoral Map Guesstimation
Die Medien haben bereits begonnen, die Chancen von Obama und Romney im Kampf um das Weiße Haus zu analysieren. Einig ist man sich hinsichtlich der außerordentlichen Bedeutung der sogenannten Swingstates Michigan, Florida, North Carolina, Virginia, Colorado, Nevada, New Mexico, Iowa, Ohio, Pennsylvania, Wisconsin und New Hampshire. Diese werden laut The Hill über den nächsten ”Bewohner” des Weißen Hauses entscheiden. Obama hatte bei seinem Wahlsieg 2008 noch in all diesen Staaten gewonnen. Laut mehreren Umfragen letzter Woche genießt er in der Mehrzahl dieser Staaten noch einen großen Vorsprung, aber Romney holt kontinuierlich auf.
Um das Rennen um die Präsidentschaft zu gewinnen, steht Romney vor der Herausforderung, Obama einige der Staaten abzugewinnen, die die Demokraten 2008 den Republikanern abnehmen konnten, so die Washington Post. Die Romney Kampagne setzt dabei zunächst auf die drei traditionell Republikanisch gesinnten Staaten, die Obama 2008 gewinnen konnte: Indiana, North Carolina und Virginia, wobei sie sich aufgrund des demografischen Wandels in Virginia die größten Chancen ausrechnen. Auch die Associated Press gibt sich überzeugt, dass Virginia vor allem aufgrund sich verlagernder demografischer Faktoren der am heißesten umkämpfte Bundesstaat werden wird. Obama war vor vier Jahren der erste Demokratische Kandidat, der Virginia in 40 Jahren gewinnen konnte. Romney hofft derweilen auf “Kaufreue” bei den ehemaligen Wählern Obamas.
Obama, der momentan mit 7 Prozentpunkten dort vor Romney liegt, hat laut der Washington Post aber einen Schlüsselvorteil: Trotz einer sich veränderten Demografie bleibt sein Rückhalt bei „seinen“ Wählerschichten, insbesondere jungen Wählern, Frauen und Afroamerikanern in den urbanen Vororten des Washingtoner Umlandes, weitgehend unverändert. Andererseits bleibt seine Gesundheitsgesetzgebung weiterhin unbeliebt. Darüber hinaus zeigen sich aber laut Politico in Virgina 53% der Wähler mit Obamas Amtsführung zufrieden - ein im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet überdurchschnittlicher Anteil.
Der Christian Science Monitor hingegen sieht die Staaten Ohio, Pennsylvania und Florida vorwiegend als ausschlaggebend, da ohne einen Sieg in mindestens zweier dieser Staaten seit den 60er Jahren niemand die Wahlen gewonnen hätte. Das Wall Street Journal rechnet wiederum vor, wie Romney – selbst wenn er die 5 größten Swingstates, die Obama 2008 gewonnen hatte, zurückgewinnen würde, er mindestens noch in einem weiteren Staat der 2008 an Obama gegangen war, erfolgreich sein müsste. Und momentan sieht es für Romney in drei dieser Swingstates (Virginia, Ohio und Florida) noch nicht gut aus, auch wenn er in North Carolina und Indiana vorn liegt.
Die Los Angeles Times dagegen veröffentlicht eine neue Umfrage, die Romney mit Obama in Florida und Ohio führend oder fast gleichauf zeigt. Obama habe stattdessen in Pennsylvania Boden gutgemacht, wo er im Vergleich zu den zwei Prozentpunkten im März nun mit 8 Prozentpunkten klar in Führung liegt. Die New York Post hingegen interpretiert die Umfrageergebnisse dahingehend, dass der Trend in Richtung Romney gehe. Man betont, dass dieser noch vor einem Monat wesentlich weiter hinter Obama zurückgelegen hätte.
Quelle: uspolitik.info
